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tauern (keltisch; pass, gebirgsübergang)
als expositur der unnahbaren hochgebirgsschwelle (hindernis, kamm, scheitel), die landschaften erst zu ebenen macht, selbst randwelt inmitten belebter welt ist, bleibt das tauernzentrum dem ort mittersill fern.

am ortsrand gelagert berührt es den boden nicht. als grenzgänger angelegt schafft er parallelwelten. der umgebungswirklichkeit bleiben bewegungsräume, sichträume (unter dem objekt) erhalten. die welt des tauernzentrums setzt seinen massstab zur erscheinungswelt der grenzlandschaft, vom theoretischen tauernbild bis zur wahrnehmungsvielfalt seiner ausprägungen.
als struktur parallel zur tallandschaft gesetzt existiert die symmetrie der offenen stirnseiten (talzugewandt) und die symmetrie der verbergenden längsseiten (bergzugewandt).
über den gedeckten parkraum oder in fortsetzung der parklandschaft erschliesst sich der zugang über eine ansteigende rampenschleife.
der aufstieg erlaubt einen ersten einstieg (tauernwelten) in den horizontalen berg, einen zweiten in die forschungs- und verwaltungsebene, von wo ein letzter einstieg über eine stiegensteigung nach oben führt (dieser stiegensteig dient vom podestgeschoss zum stockgeschoss auch als eigene route für die bediensteten).

im inneren des horizontalen berges sind die beiden parallelwelten aus forschen und erleben immer wieder räumlich verknüpft. im halbteil des „gefüges“ taucht in der emotionalen welt des erlebens die rationale welt des forschens auf. ausbuchtungen und einstülpungen lassen einblicke in die jeweils andere welt zu.

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