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nationalparkzentrum, mittersill
    tauernzentrum

    tauern (keltisch; pass, gebirgsübergang)

    als expositur der unnahbaren hochgebirgsschwelle (hindernis, kamm, scheitel), die landschaften erst zu ebenen macht, selbst randwelt inmitten belebter welt ist, bleibt das tauernzentrum dem ort mittersill fern.

    am ortsrand gelagert berührt es den boden nicht. als grenzgänger angelegt schafft er parallelwelten. der umgebungswirklichkeit bleiben bewegungsräume, sichträume (unter dem objekt) erhalten. die welt des tauernzentrums setzt seinen massstab zur erscheinungswelt der grenzlandschaft, vom theoretischen tauernbild bis zur wahrnehmungsvielfalt seiner ausprägungen.

    als struktur parallel zur tallandschaft gesetzt existiert die symmetrie der offenen stirnseiten (talzugewandt) und die symmetrie der verbergenden längsseiten (bergzugewandt).

    über den gedeckten parkraum oder in fortsetzung der parklandschaft erschliesst sich der zugang über eine ansteigende rampenschleife.

    der aufstieg erlaubt einen ersten einstieg (tauernwelten) in den horizontalen berg, einen zweiten in die forschungs- und verwaltungsebene, von wo ein letzter einstieg über eine stiegensteigung nach oben führt (dieser stiegensteig dient vom podestgeschoss zum stockgeschoss auch als eigene route für die bediensteten).

    im inneren des horizontalen berges sind die beiden parallelwelten aus forschen und erleben immer wieder räumlich verknüpft. im halbteil des „gefüges“ taucht in der emotionalen welt des erlebens die rationale welt des forschens auf. ausbuchtungen und einstülpungen lassen einblicke in die jeweils andere welt zu.

    materialien

    fassaden:
    harzgebundene naturfaserplatten (zb max phenol compact, 2mm)
    glaswände an den gebäudestirnseiten und in der bürozone (nordseite)

    gefüge-bauteil:
    massivbauweise aus stahlbetonkonstruktion, wände und decke geglättet durch in schalung eingelegte folie, bodenplatte mit monofinish geglättet, oberflächen glänzend beschichtet. mantel aus holzfertigteilen.
    aufbau:  stahlbetonkonstruktion
    wärmedämmung in fertigteilrahmen
    windpapier
    hinterlüftung
    fassadenplatte aus naturfaserwerksstoff
    temperierung mittels betonkernaktivierung, lüftungssystem mit wärmerückgewinnung.

    holz-bauteil:
    holzbauweise aus vorgefertigten holzfertigteilen.
    aufbau:  diffusionsdichte holzwerkstoffplatte (zb osb)
    wärmedämmung
    diffusionsoffene holzwerkstoffplatte
    hinterlüftung
    fassadenplatte aus naturfaserwerksstoff
    decke über den stellplätzen mit integrierter brandschutzbeplankung.
    bodenoberfläche aus holzwerkstoffplatten (zb osb), beschichtet.
    seitenwandoberflächen des „zentralen empfangsbereichs“ aus hochglanzpolierten niro-fassadenprofilblechen.
    temperierung über das lüftungssystem mit wärmerückgewinnung.

    konstruktives system

    gefüge-bauteil:
    decke über gelände und über erlebnisbereich aus nach erfordernis unterspannter stahlbetonkonstruktion.
    aufgelagert auf schlanken, ausbetonierten stahlstützen (stützenwald).

    holz-bauteil:
    deckenelemente (aufbau s. oben) in nord-süd-richtung gespannt, in stahlträger eingelegt (ost-west). vertikales tragsystem aus ausbetonierten stahlstützen durch alle ebenen gehend.

    rampenweg:
    aus von tragdach mittels stahlstangen abgehängte, schlank dimensionierten betonlaufplatten.

      


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