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maria flöckner und hermann schnöll
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SMI liefering

    ziele
    – behindertengerechte adaption des erdgeschosses
    – räumliche verbesserung des dachgeschosses

    – verbesserung der freiraumnutzung
    – klärung des baulichen verhältnisses zum einfamilienhausanbau
    – kostengünstige lösung

    raumgewinn
    aufgrund der beinahe völlig ausgenutzten maximalen grundflächen- (grz) und geschossflächenzahl (gfz) ist der konventionelle handlungsspielraum zur verbesserung und erweiterung der räumlichen nutzungsqualität minimal.
    die bauliche qualität und das in teilen fehlende räumliche potenzial des bestandes spricht für den erhalt und die geringfügige adaption des erdgeschosses, jedoch für die erneuerung des bestehenden dachgeschosses.
    unser vorschlag, der ausweg aus dem fehlenden handlungsspielraum sozusagen, verräumlicht die „verschneidung“ des vertikalen baufensters, definiert durch die beidseitigen nachbarabstandslinien, mit dem paragraphen 33(2) ROG, wonach erst, „wenn ein oberirdisches geschoss höher als 3,50 m ist, jede 3,50 m der darüber hinausgehenden höhe als ein weiteres geschoss“ gilt.
    daraus ergibt sich – als zulässige räumliche erweiterung – ein turmartiger dachaufsatz (raumvolumen), welcher eine lichte, nutzbare raumhöhe von ca. 6,70 m erreicht. das objekt bleibt gemäß der bebauungsplanvorgabe formell 2-geschossig, die gfz-reserve vergrössert sich sogar geringfügig.

    baufenster

    getrennte häuser
    die gegenwärtig sich unvermittelt darstellende verschmelzung zweier vollwertiger, charakterlich völlig unterschiedlicher einzelhäuser wird durch das abrücken des turmaufsatzes um die breite des bestehenden stiegenaufganges wieder aufgehoben.
    die freiwerdende rückwand des anbaus soll vollständig begrünt werden (vertikaler garten). als anschauungsfläche (pflanzenbild) trägt sie zur bereicherung des wohnens im turmraum bei, als absorbtionsfläche mindert sie den schalleintrag über die grosse lichtöffnung (schallabgewandte seite, vormittagssonne, keine überhitzung).

    2 häuser

    nutzung
    erdgeschoss: durch geringfügige adaptionen (entfernen einer nichttragenden innenwand und schaffung von zwei wanddurchbrüchen, vergrösserung der öffnung zum garten im südosten mit terrasse/laube) werden die einzelnen funktionsbereiche miteinander vernetzt. das kommunikationspotential wird dadurch wesentlich verbessert.

    erdgeschoss

    erdgeschoss beh.gerecht: die variante zeigt die situierung des pflegebettes in zurückgezogener lage, wobei der blickbezug zu wohnbereich, küche, terrasse/laube und garten aufrecht bleibt. die dusche wurde zum behindertengerechten bad ausgebaut.

    eg (beh.ger.)

    obergeschoss/turmraum: der turm ist als durchsteigbares, raumvolumen „mit potential“ konzipiert. die grundausstattung beinhaltet als „installationen“ küche, wc, bad, hochbett und 3 terrassen (freiräume), d.h., der turm als getrennte, vollwertige wohneinheit genutzt werden. das hochliegende atelierfenster im nordosten erlaubt den blick zum himmel, das tiefliegende, umlaufende fensterband die sicht in die öffentlichkeit.

    obergeschoss

    bautechnik
    der turm ist in leichtbauweise aus wenigen holzfertigteilen konstruiert (kurze montagezeit, hohe wärmedämmwerte). die dachhaut wird gleich einer zeltplane der holzkonstruktion übergestülpt und festgezurrt. die laube an der südostseite ist aus gespannten stahlseilen gefertigt.


    daten

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