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ortserweiterung werfenweng-zentrum

    ein noch intakter landschaftsraum, der nicht auf massentourismus ausgelegt ist, kann eine eigene identität durch ein selbstbewusstes, eigenständiges image aufbauen. holz ist seit jahrhunderten ein werkstoff mit unterschiedlichsten anwendungsbereichen und im einklang mit den ökologischen resourcen. eine holzarchitektur ermöglicht eine hohe wohnflexibilität, wie auch wirtschaflichkeit durch vorfertigung und kurze bauzeiten. der baustoff holz kann zu vorhandenen, gewachsenen baustrukturen bezüge aufbauen und fasst integrativ die neuen baustrukturen – unabhängig ob private wohnung oder hotelbetrieb – zusammen. wesentlich erscheint uns für den entwurf eines bebauungskonzeptes der gesichtspunkt von unterschiedlichen bauetappen und die möglichkeit, dass nur teile der bebauung realisiert werden. die einzelnen bauetappen, wie auch der torso sind in jeder stufe umsetzungsrealität und müssen sich in jedem fall auch als fragment als schlüssiges konzept behaupten können.

    eine umfahrungsstrasse, die das dorf vom bachraum abschnürt und den unmittelbaren dialog des wohnens mit diesem besonderen landschaftsraum in frage stellt, erscheint uns nicht sinnvoll. die einzig notwendige aufschliessungsstrasse für hotel- und wohnbebauung benötigt keine weiteren aufschliesungsstrassen und sackgassen. die aufschliessungsstrasse ist für geringfügige verkehrsbelastung von ortsumfahrungen ausreichend. der ruhende verkehr wird teils unter aufgeständerten baukörpern, teils unter flugdächern verteilt.

    das wohnkonzept
    das erdgeschoss der aufgeständerten baukörper ist die "pfuscherebene"; ein öffentlicher raum mit einer zweispännererschliessung und speichern - als kellerersatz, als gedeckter freiraum für gemeinschaftliche wie auch individuelle aktivitäten und als gedeckte spielfläche für kinder bei schlechtwetter. diese soziale ebene unterliegt weiters dem wachstum der wohnung nach unten und nicht in den dachraum. einliegerwohnungen für familienmitglieder(alleinstehende, alte menschen) können in die vorhandene holzprimärstruktur nachträglich eingebaut werden. die privaten wohnungen sind entweder als maisonetten oder geschosswohnungen (zweispännertypus)vorgesehen. die individualräume liegen im 1. obergeschoss, die wohnraüme sind zum durchwohnen(blickbeziehung in die landschaft) im 2. obergeschoss vorgesehen. die in holzleichtbau gedachten wohnungen sind nordost-südwest ausgerichtet und sind als passivhäuser mit einem energieverbrauch von 100 liter heizöl jahresheizbedarf pro 4-zimmer-wohnung um die selben baukosten wie jeder übliche massivbau herstellbar.

    das hotelkonzept
    zwei unterschiedliche hotelkonzepte sind in unterschiedlichster weise nutzbar und auf der anderen seite auf spezifische nutzer ausgerichtet. das kleinteilige ortsnahe hotel liegt in einem obstgarten und ist in erster linie auf familienurlaub und seminarbetrieb ausgelegt. ein gemeinschaftshaus birgt die gastronomischen einrichtungen, seminarräume und gemeinschaftsräume wie spielraum für kinder oder sauna. das zweite hotel ist eher als penthousebetrieb anzusehen und richtet sich eher an (ältere) ehepaare oder singles.
    wichtig erscheint uns die möglichkeit einer umnutzung des hotelbetriebes nötigenfalls in eine wohnnutzung. der holzbau ermöglicht auf sehr einfache weise die zusammenlegung zweier hotelzimmer zu einer 2-zimmer-wohnung, bzw. die zusammenlegung von 4 einheiten zu 4- bis 5-zimmer-wohnungen.

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