wohnen im FREIraum - freiraumkonzept
text: di carla lo, landschaftsarchitektin, wien
im westen, entlang der gut erhaltenen bäume der fürstenallee sind geschützte, grosszügige eigengärten situiert. die eingangsbereiche werden durch grossformatige plattenbeläge (rasenfugen) gestaltet und mit fahrradstellplätzen u. kleinen, zugeordneten müllinseln ausgestattet.
an der ostfassade, zum innenhof orientiert, befindet sich eine allgemein zugängliche holzterrasse. diese kann von allen bewohnerinnen der erdgeschosszone gleichermassen genutzt werden und ist von der allgemeinzone durch einen gräser- und staudenpuffer abgetrennt. diese pflanzfläche bringt einen reichhaltigen blühaspekt mit unterschiedlicher jahreszeitlicher wirkung.

im zentrum der anlage liegt eine grosszügige und nutzungsoffene rasenfläche, die durch solitärbäume (z.b. acer campestre) beschattet wird. diese kann für unterschiedliche aktivitäten wie feste und vernissagen, sowie als aneignungsfläche oder bewegungsfläche für kinderspiel genutzt werden. zusätzlich bietet diese zusammenhängende rasenfläche einen visuellen anreiz für die bewohnerinnen der oberen etagen.
entlang der südlichen grundgrenze verläuft der fussgänger- und fahrradweg, dieser schafft eine direkte verbindung zwischen fürstenallee und nonntaler hauptstrasse und gibt der galerie eine adäquate öffentlichkeit ohne den freiraum im inneren wesentlich zu belasten. der weg besteht aus einer wassergebundenen decke.
entlang der nördlichen grundgrenze, parallel zum frei gelegten „gerinne“, verläuft ein schmaler fussweg welcher in eine naturnah bepflanzte fläche eingebettet ist. hier entsteht ein „wilder“ rand mit unterschiedlichen böschungswinkeln um auch kindern die zugänglichkeit zum wasser zu gewähren. raumgliedernde elemente entlang der nördlichen grundgrenze sind das polierstöckel sowie die bestehende holzhütte in reduzierter variante. den gemeinschaftsräumen im polierstöckel ist ein kleinkinderspielbereich (sandspiel und bewegungsspiel) mit sitzbereich vorgelagert. die holzhütte bleibt in reduzierter form (pfosten und pfetten) bestehen und wird als pergola genutzt.
die eigengärten im 2. obergeschoss werden als intensive dachgärten ausgestaltet.
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