aktuell
architektur
fundstücke
maria flöckner und hermann schnöll
kontakt  |  mail

wir sind schon drin!!

    ><

    vorspann
    unsere gespräche mit den architekten kehren raumdefinitonen hervor, die für sie bestimmend und ausschlaggebend scheinen: eine davon formuliert hermann als 'unvereinbarkeitstheorie': regen sei unvereinbar mit jemandem (ihm), der trocken bleiben will - also spannt derjenige einen schirm auf und - es werde raum. maria trägt den ausgrenzenden, abwehrenden teil der theorie nicht voll mit - der positiv formulierte gemeinsame nenner klingt in unseren ohren so: raum ist erst dann raum, wenn es benutzer gibt, seien es mäuse, vögel oder schafe. periscope drückt seine vorbehalte gegen tierhaltung im project:space aus.

    rahmenbedingungen
    die architekten sprechen von einer zweiten benutzerorientierten idee. wenn schon keine mäuse - der raum hat doch schon seine lebewesen, nämlich uns, das periscope-team. also warum nicht hier in diesem raum, der üblicherweise als ausstellungs- und präsentationsraum gesehen wird, eine rastmöglichkeit für uns vorsehen. die idee des raumes im raum ist geboren - es gibt den rahmen draußen hier wird gedacht und geplant. Es gibt den raum innen - hier soll gelebt, benutzt, gerastet werden oder andere lebensweisen platz haben. die transparente grenze ist mehr gedacht als getan - auf alle fälle ermöglicht sie die gegenseitige beobachtung.

    vorsatz
    mit der benutzterorientierten raumdefintion - raum ist nicht, wenn keine benutzer sind -bezieht uns indirekt ein ausstellungskonzept mit ein, für das wir uns zunächst einmal nur als veranstalter verantwortlich gesehen haben. was also tun mit dem wieder gestifteten kubus? als lebendes inventar wollen wir uns nicht auffassen und ausstellen lassen - achja und auch die möglichkeit, hier jemanden anderen einzuquartieren, haben wir ausgeschlagen - (der periscope:project:space hat früher schon einmal als wohnatelier verwendung gefunden.) es folgt unsererseits ein blitzgewitter an einfällen, die sich alle drauf beziehen, nicht leben an sich vorzuleben oder vorzuspielen, sondern möglichkeiten einer künstlichen raumgestaltung anzudenken und durchzuspielen.

    text: periscope

    raumidee-sammlung: (bitte nachdenken und weitere anfügen...)
    1 luftballons
    mit gas oder ohne. einzelne, wenige, hunderte bevölkern diesen raum. sind eine einladung, sich sorglos hier aufzuhalten wie kinder, die in den mit spielbällen %gefüllten glaskästen von großkaufhäusern sich austoben können und gleichzeitig sicher verwahrt sind.
    2 personenersatz (kleid, vogelkäfig)
    ein rotes kleid, ein weißer vogelkäfig in vertretung für nicht vorhandene lebewesen führen den raum ins surreale. weicher gegenstand wäre nicht möglich, welche konstellation denkbar?
    3 fingerabdrücke als beweise einer raumnutzung
    überall fingerabdrücke. nur unter einer speziallampe sichtbar (elisabeth) oder mit druckerschwärze inszeniert (stefan).
    4 raumknicke (lampe)
    jedem menschen seinen knackser, jedem möbel seinen knick: tisch, lampe, sessel, regal.
    5 papierrolle zum ausbreiten
    eine endlose papierrolle wird von uns als zeichen des gemeinsamen denkens beschriftet und bezeichnet.
    6 projektionen von lichtpunkten
    projizierte lichtpunkte tanzen die haut des kubus entlang (elisabeth) oder künstlicher nebel macht lichtstrahlen sichtbar (stefan).
    7 tonaufzeichnungen der gespräche
    sitzgelegenheit und tisch. lautsprecher oder kopfhörer geben die vorgespräche eins zu eins wieder. eventuell verzerrungen, und manipulation durch hall, schnitt oder abspielgeschwindigkeit, um eine räumliche verfremdung zu erzielen.
    8 flüssigkreidebeschriftung - weiß gestrichene möbel, grau gestrichene möbel
    die weiße oder graue farbe verwandelt die gebrauchsgegenständen zu ausstellungsstücken. grau schafft eine verbindung zum boden, weiß zu den wänden. eventuell: handlungsvorschläge, auf die möbel geschrieben.
    9 roleaus aus transparenter folie (elisabeth)
    überhaupt transparentes mobiliar (stefan) aus folie an nylonfäden abhängen. idealraum gedachte benutzbarkeit.
    10 lauftrainer mit beschriftetem laufband (stefan) - hometrainer zum treten verursacht kritzelspuren im raum (elisabeth)
    anstelle mit dem tachometer des hometrainers wird der rotierende draht mit einem dann wild kritzelnden stift verbunden. raum durch repetative bewegungsabläufe. korreliert mit der vorstellung eines laufrades von flöckner schnöll.
    11 möbel in raumschicht zerteilen, abtragen
    12 …
    13 auf weißes viies schreiben außenhaut als kommunikationsdokument beschriften.
    14 raumschnitte
    der raum wird wieder und wieder durch schnittpunkte zweier linien geteilt. auch als
    performance denkbar - zwei performer, schwarzstift, lineal
    15 abtrennung aus karton eine trennwand aus braunem karton teilt den raum in der diagonale - keine transparenz des raumes - dafür geborgenheit durch eine rückwand?
    16 projektionen in die kisten projektionen auf die innenwände der grauen kisten zeigen uns beim luftballon spielen
    17 pantomime die als touristenattraktionen bekannten monochromen pantomimen werden als raumnutzer engagiert
    18 sonnensystem welches modell unseres sonnensystems hätte in unserem kubus platz?
    19 räumliche verzerrungen von gegenständen (ver)zerrungen wie sie vielleicht bewegung im bild verursacht werden an gegenständen modelliert
    20 pigmentstaubexplosion eine staubwolke bringt leben in den sterilen raum macht das vlies stellenweise blickdicht. der raum ist nicht begehbar - black, red, oder blue box.



    daten | konzept | baier | kiesler | periscope | video

projekte  |  wettbewerbe  |  studien, konzepte  |  werkverzeichnis  |  auszeichnungen  |  publikationen
© 2001–2020  |  maria flöckner und hermann schnöll  |  impressum  |  keine cookies  |  home